Kaufrecht

Teure Wärmedämmung (ÜDVS) und kein nennenswerter Erfolg ?

Ein nach wie vor kontrovers diskutiertes Thema ist die Einsparung von Energie bei Bestandsgebäuden zum Beispiel durch Fassadendämmung, Fenstertausch, Modernisierung der Heizung und Dämmung. Oftmals tritt der gewünschte Effekt aber bei einem Vorher-Nachher-Vergleich tatsächlich nicht ein, die Heizungs- und Warmwasserkosten sinken nur unwesentlich. Stattdessen kommt es zur Schimmelbildung, Fassadenbegrünung, Hausschwammbefall und anderen Mängeln.

In einem solchen Fall ist zu prüfen, ob sie vom Energieberater, Wohneigentumsverwalter, Architekt oder Planer fachmännisch beraten worden sind. Gegebenenfalls wurde mit falschen Zahlen gerechnet und die Befreiungsmöglichkeit nach § 24 EuEV 2009 nicht erörtert. Soweit bei einer besonders erhaltenswerten Bausubstanz (gehört ihr Haus nicht dazu?) die Erfüllung der Anforderungen der EuEV 2009 oder andere Maßnahmen zu Beeinträchtigungen in der Substanz oder dem Erscheinungsbild oder zu einem unverhältnismäßigen hohen Aufwand führen, kann von den Anforderungen dieser Verordnung abgewichen werden. Dabei geht es um einen Zeitraum von zehn Jahren, in denen sich die Investition einschließlich Zinsen, Wartung, Versicherung rechnen muss. Rechnet sich die Investition nicht, dann haben sie wohl nur zur Weltrettung beigetragen und ihr Geld verschenkt. Es ist ihre Sache, etwas mehr für die Nutzung eines Bestandsgebäudes auszugeben. Darüber sollten sie jedoch vor der Baumaßnahme informiert worden sein!

Wir stehen Ihnen gern für eine Beratung und Vertretung ihrer Interessen zur Verfügung.
 

Rechtsanwalt Falk Pitzke

Fachanwalt für Verkehrsrecht
Fachanwalt für Mietrecht und Wohnungseigentumsrecht